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Emmendinger Tor vom 2. Dezember 2020

Klar ist: wer heutzutage unterwegs sein will, sollte dies mit einem möglichst kleinen CO2-Ausstoß tun. Da ist die Nutzung eines Elektro-Autos eine Option, sofern der Strom dafür aus erneuerbaren Quellen wie Wind-/ Wasserkraft oder Sonne stammt.

Das Bundesverkehrsministerium hat erstmals ein Förderprogramm für privat genutzte Ladestationen für Elektrofahrzeuge („Wallbox“) aufgelegt. Seit dem 24. November können Online-Anträge bei der KfW gestellt werden. Mit dem neuen Förderprogramm will die Bundesregierung Privatpersonen motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Lademöglichkeit am eigenen Stellplatz oder in der Garage zu schaffen.

Das neue Programm trägt den Namen „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ (KfW 440). Der Investitionszuschuss beträgt stolze 900 Euro je Ladepunkt. Es gilt dabei folgendes zu beachten: 1. darf die bezuschusste Wallbox nur an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden installiert werden; 2. muss der Ladestrom vollständig aus erneuerbaren Energien stammen. Der Ökostrom kann über einen entsprechenden Liefervertrag und/oder aus Eigenerzeugung vor Ort, zum Beispiel aus einer Photovoltaikanlage, bezogen werden. Wer in dem Zuge auch ein PV-Anlage installieren lassen möchte, kann den Ladestation-Zuschuss mit dem KfW-Darlehen 270 kombinieren; 3. die Ladeleistung soll genau elf Kilowatt betragen; 4. muss sie intelligent gesteuert werden können. Kontaktieren Sie hierzu frühzeitig Ihre Stadtwerke oder den Elektrofachbetrieb Ihres Vertrauens.

Der Antrag muss vor der Bestellung der Ladeeinrichtung gestellt und von der KfW bestätigt werden. Unter www.kfw.de finden sich weitere Informationen sowie eine Liste der förderfähigen Geräte und Antragsberechtigten (z.B. auch Mieter/-innen, WEGn, –Genossenschaften).

Mit dem neuen Wohnungseigentumsmodernisierungs-Gesetz gilt seit 01.12.2020: Eigentümer/-innen haben das Recht, auf eigene Kosten eine Ladestation zu installieren – zur Not auch ohne Beschluss der WEG. Mit der neuen geförderten Wallbox laden Sie Ihr E-Auto dann zügiger als an der normalen Steckdose und sind dank Ökostrom anschließend emissionsfrei mobil.

Emmendinger Tor vom 14. Oktober 2020

Auch bisher schon waren die finanziellen Anreize von Bund, Land und Kommunen für die energetische Modernisierung von Wohnraum mit Sicherheit nicht unattraktiv. Jetzt legt die landeseigene L-Bank noch eine Schippe drauf. Das neue Förderprogramm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“ erhöht die Förderung der KfW. Bis zu 120.000 Euro zinsgünstiger Kredite können Immobilienbesitzer/-innen pro Wohneinheit erhalten. Für Sanierungen auf einem besonders hohen Effizienzniveau gibt es ein saftiges Geldgeschenk dazu: Bis zu 42,5 Prozent Tilgungszuschuss belohnen das Engagement für mehr Klimaschutz im Gebäudesektor.

Voraussetzung ist eine Sanierung auf den KfW-Effizienzhaus-Standard 55 (maximaler Zuschuss 51.000 Euro pro Wohneinheit) oder 70 (max. Zuschuss 43.800 Euro). Damit setzt das Land Anreize, energetische Modernisierungen auf möglichst hohem Niveau zu realisieren und somit den Gebäudebestand schneller in Richtung Klimaneutralität zu bringen. Die Förderung richtet sich an Eigentümer/-innen von Wohnimmobilien (gebaut vor dem 1.2.2002) in Baden-Württemberg, die selbst in der Wohnung leben und diese sanieren möchten, sowie an Käufer/-innen kürzlich sanierter Objekte. Auch Besitzer/-innen von Mehrfamilienhäusern mit bis zu drei Wohneinheiten können profitieren, müssen jedoch eine davon selbst bewohnen.

Förderfähig sind dabei sowohl die Kosten für die Sanierung inklusive Nebenarbeiten als auch die Planungs- und Baubegleitungsleistungen durch qualifizierte Fachleute für Energieeffizienz. Eine Energieberatung ist ohnehin allen, die eine Modernisierung ihres Hauses planen, dringend ans Herz zu legen. Mit einem konkreten Schritt-für-Schritt-Konzept zeigen die Energieexperten/-innen auf, wo die energetischen Schwachstellen liegen, erarbeiten Sanierungsalternativen inklusive Kostenschätzungen und wissen zudem, wo und wann welche Fördermittel zu beantragen sind.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem/Ihrer Klimaschutzmanager/-in.

Emmendinger Tor vom 5. August 2020

Auch in der heißesten Zeit des Jahres befinden sich viele Heizungsanlagen nicht in der verdienten Sommerpause. Denn häufig ist bis heute noch der Öl- oder Gas-Kessel im Keller tagtäglich verantwortlich für die Warmwasserbereitung – auch wenn es bestes Sommerwetter hat. Aber das muss nicht so sein, denn uns steht Sonnenenergie reichlich zur Verfügung. Im Sommer bleibt der Kessel aus, wenn eine Solarkollektor-Anlage Wärme für Dusche, Händewaschen, Geschirrspülen etc. bereitstellt. Moderne solarthermische Anlagen decken den Energiebedarf für Warmwasser auf das ganze Jahr gesehen etwa zur Hälfte ab, im Sommer zu 100%. Die Nachrüstung eines Bestandsgebäudes mit Solarthermie für die Warmwasserbereitung wird bereits mit Zuschüssen gefördert, wenn zwei kleine oder ein großer Kollektor (mindestens 3m² Fläche) und ein Pufferspeicher mit mindestens 200 Litern installiert werden. Für einen 2-Personen-Haushalt kann diese kleine Anlage bereits ausreichen.

Noch interessanter ist der Beitrag der Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung. Dazu sind naturgemäß eine größere Kollektorfläche und ein größeres Speichervolumen erforderlich. Wird in einem Wohngebäude eine kombinierte Anlage für Warmwasser und Raumheizung installiert, sind für die Nutzung der attraktiven Fördergelder mindestens 7m² Kollektorfläche und ein Pufferspeicher von 350 Litern nötig. Es empfiehlt sich, darüber hinaus zu gehen, um einen höheren Beitrag der Sonne zur Deckung des Energiebedarfs und damit eine größere Senkung der Heizungskosten zu erreichen.

Der Clou: Seit diesem Jahr ist die staatliche Förderung deutlich erhöht: der Einbau oder die Erweiterung von Solarkollektor-Anlagen an bestehenden Gebäuden wird mit bis zu 30% der Kosten bezuschusst. Auch die Installationsarbeiten und weitere Kosten im Zusammenhang mit der Nachrüstung sind dabei anrechenbar. Damit steht ein erklecklicher finanzieller Anreiz in Aussicht, z.B. ca. 2.000 € (nur Warmwasser) oder ca. 5.000 € (Warmwasser und Heizungsunterstützung). Wichtig ist hierbei: bevor ein Auftrag erteilt wird, muss der Zuschussantrag beim Bundesamt f. Wirtschaft u. Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt und bewilligt worden sein (www.bafa.de).

Solarthermie ist eine robuste, klimafreundliche Technologie mit langer Lebensdauer. Bedenkt man, dass fossile Brennstoffe alleine durch die in den nächsten Jahren einsetzende CO2-Bepreisung zunehmend teurer werden, hat die Kraft der Sonne ganz klare Vorteile.

Emmendinger Tor vom 1. Juli 2020

Der Klimawandel, maßgeblich angefeuert durch fossile Brennstoffe, bleibt eine zentrale Herausforderung unserer Zukunft. Insbesondere heiße Sommertage und –nächte zeigen bereits seit einigen Jahren, dass viele Wohnungen nicht mehr ausreichend Schutz vor Hitze bieten. Tagsüber heizen sie sich auf, abends bleiben sie unerträglich warm, und nachts über ein offenes Fenster zu lüften ist ein Unsicherheitsfaktor. Glücklich schätzen dürfen sich all diejenigen, die ihr Gebäude mit einer Wärmedämmung kühl halten können und mit entsprechenden Dachüberständen oder Markisen dafür sorgen, dass die im Sommer sehr hoch stehende Sonne nicht über Fensterflächen in die Innenräume gelangt. Auch wer bereits in der Wohnung eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmetauscher im Einsatz hat, profitiert von der Zufuhr abgekühlter Frischluft. Damit entfällt die Notwendigkeit, schwül-heiße Luft durch die geöffneten Fenster in die Räume zu lassen.

Durch gezielte Maßnahmen wie Dach- oder Fassadendämmung, Austausch der Fenster und Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung kann also die Hitzebelastung innerhalb Wohnräume deutlich gesenkt werden. Diese Maßnahmen verbessern den Wohnkomfort erheblich und vermeiden die Anschaffung einer kostspieligen Klimaanlage. Während man früher eine Dachsanierung selbst bezahlen musste, gibt es derzeit 20% Bundeszuschüsse. Damit kann man neben der energetischen Optimierung diese Maßnahme auch klug nutzen, um im selben Zuge eine Neueindeckung oder einen Dachausbaus umzusetzen.

Bei energetischer Modernisierung an Einbruchschutz denken – und andersherum

Auch wer sich mit Fragen der Sicherheit beschäftigt, ist gut beraten, bei der Gelegenheit energetische Aspekte zu berücksichtigen. Unterstützung erhalten Hausbesitzer hierbei von Energieberatern, deren Beratungsleistung selbst bis zu 4/5 gefördert werden. Diese haben auch einen aktuellen Überblick über Zuschüsse für die Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren Klimaschutzmanagern vor Ort.

Emmendinger Tor vom 10. Juni 2020

Früher gaben manche Großeltern einen Zuschuss für das erste Mofa oder Moped, damit die heranwachsenden Enkel z.B. zum Freunde treffen am nächsten Kino oder Badesee fahren konnten.

Auch heutzutage werden das Großeltern nach Möglichkeit gerne tun, aber auch das Land Baden-Württemberg zeigt sich spendabel. Denn heutige Jugendliche und junge Erwachsene wollen maximale Mobilität bei minimaler Klimabelastung. Daher sind zunehmend Pedelecs (Fahrräder mit Elektromotorunterstützung bis 25km/h), Elektro-Roller (bis 45 km/h) und E-Motorräder (zweirädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L3e) gefragt.

Das Land fördert seit 01. Juni den Neukauf von Pedelecs sowie eines elektrisch betriebenen Rollers bzw. Kraftrads der EG-Fahrzeugklassen L1e, L2e und L3e mit immerhin 500 Euro. Allerdings bekommt dieses Geldgeschenk nicht jeder: die zukünftigen Besitzer müssen 15-21 Jahre alt sein und in Gemeinden im eher ländlich geprägten Raum wohnen. Wichtig ist wie bei fast allen Programmen: erst die Förderung beantragen, dann das Fahrzeug kaufen. Weitere Informationen zu dieser aktuellen Förderung, wie auch eine Liste der Wohnorte, die in Frage kommen, gibt es unter elektrisch-durchstarten.de.

Nun kann nicht jeder mit dem zarten Alter von 15-21 Jahren aufwarten. Wer aber z.B. eher beruflich mobil sein möchte und dazu auch eine Transportmöglichkeit braucht, kann auch hierfür eine Förderung des Landes erhalten: 30 Prozent der Kosten übernimmt das Verkehrsministerium, wenn Baden-Württemberger ein neues Elektrolastenrad der EG-Fahrzeugklassen L1e bis L5e oder ein Elektrolastenrad mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h für den Waren-, Material- oder Personentransport oder einen neuen Elektrolastenanhänger für Fahrräder kaufen oder leasen. 3.000 Euro Maximalbetrag pro Rad stellt das Land pro Antragsteller be- reit, sofern diese zu einer der folgenden Gruppen gehören: Unternehmen, Körperschaften des privaten Rechts, Freiberufler, gemeinnützige Organisationen oder Kommunen. Bedingung ist, dass das Elektrofahrzeug dann gewerblich, gemeinnützig, gemeinschaftlich oder kommunal eingesetzt wird.

Damit wird das Transportieren von Waren, Material oder Personen mit einem Elektro-Lastenrad schnell, staufrei, an der frischen Luft und auch noch emissionsfrei! Übrigens: wer deutliche größere Lasten zu transportieren hat: das Land fördert auch Elektro-LKW mit bis zu 50% der Mehrkosten bei Anschaffung oder Umrüstung, max. mit 100.000 €.

Emmendinger Tor vom 18. März 2020

Mit der Modernisierung von Wohngebäuden können Eigentümer die Weichen stellen und jahrelang Energiekosten wie auch Treibhausgase reduzieren. Ausgangspunkt einer erfolgreichen energetischen Sanierung ist die Energieberatung. Darum steigt die staatliche Förderung zur Erstellung eines Sanierungsfahrplans auf 80% des förderfähigen Beratungshonorars und beträgt für Ein- und Zweifamilienhäuser max. 1.300 Euro, für Gebäude ab 3 Wohneinheiten sogar bis zu 1.700 Euro. Eigentümer erhalten dadurch mit einem kleinen Eigenanteil eine gründliche Bestandsaufnahme und passgenaue Vorschläge für die Modernisierung.

Massive Erhöhung von Krediten und Zuschüssen

Aktuell ebenfalls deutlich erhöht hat die Förderbank KfW ihre Zuschüsse für die tatsächliche energetische Sanierung. Wer in einzelnen Schritten sein Wohngebäude energetisch auf Vordermann bringt, kann sich für jede sogenannte „Einzelmaßnahme“ auf eine Förderung von bis zu 20% der Kosten (max. 10.000 € pro Wohneinheit) freuen. Deutlich höher sind die staatlichen Zuschüsse, wenn das Gebäude durch die Modernisierung besonders energiesparend wird: Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus steigt der Tilgungszuschuss auf bis zu 40% (max. 48.000 € pro Wohneinheit).

Diese staatliche Förderung gibt es als Investitionszuschuss (ohne Kredit) oder auch als Tilgungszuschuss (in Kombination mit einem zinsverbilligten Darlehen der KfW). Ein Beispiel: Ein Zweifamilienhaus, das zu einem sparsamen „Effizienzhaus 55“ modernisiert werden soll, könnte ein Darlehen i.H.v. 240.000 € zu einem Zinssatz von 0,75% p.a. erhalten und dazu nach der Modernisierung die Restschuld auf einen Schlag um 96.000 € schrumpfen (Tilgungszuschuss).

Wichtig ist dabei ein fachlich fundierte Planung und Umsetzung der Modernisierung, so dass auch das Ergebnis die Anforderungen erfüllt (z.B. das Effizienzhaus 55“). Um die Modernisierer auch in der Umsetzung zu unterstützen, gibt es auch für die Baubegleitung durch Experten einen Zuschuss (max. 4.000 €). Dadurch summieren sich beim oben genannten Sanierungsbeispiel die Förderungen auf ein 100.000 € Geschenk.

Ein weiterer Bonus speziell für Emmendinger Hausbesitzer: Die staatlichen Förderprogramme sind kumulierbar mit Zuschüssen des Beratungsförderprogramms „Energiehaus Emmendingen“ (www.energiehaus.info) Mehr Informationen erhalten Sie z.B. bei VHS-Veranstaltungen am 06.03. in Emmendingen, 16.03. in Denzlingen und 21.04. in Kenzingen (www.vhs-em.de).

Emmendinger Tor vom 5. Februar 2020

2020 ist ein besonderes Jahr für alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften, die sich mit konkreten Fragestellungen zur energetischen Gebäudesanierung oder einer Heizungsmodernisierung beschäftigen. Angestoßen durch den zunehmenden Druck mehr für den Klimaschutz bei der Bestandsgebäudesanierung zu tun, hat die Bundesregierung eine weitgehende Reform ihrer staatlichen Förderprogramme beschlossen. Ein Beispiel: Der Ölheizungstausch wird gefördert mit bis zu 45% der Investitionskosten für eine neue klimafreundliche Heizung.

Um sich hier auf den neuesten Stand zu bringen empfiehlt sich der Besuch der Gebäude.Energie.Technik (GETEC). Diese findet vom 14. bis 16. Februar 2020 auf dem Freiburger Messegelände statt. Aufklärung leisten die rund 220 Aussteller und das Rahmenprogramm mit Fachvorträgen sowie Nutzer- und Fachseminaren.

Online Anmeldung für einen kostenlosen Energieberatungstermin

Interessierte können sich online verbindlich für eine kostenlose 30-minütige Energieberatung am „Marktplatz Energieberatung“ anmelden: https:// energieagentur-regio-freiburg.eu/marktplatz-energieberatung-getec-2020/. Telefonisch ist dies bis einschließlich 12.02.2020, 16:00 Uhr auch direkt bei der Energieagentur Regio Freiburg unter 0761/79177-10 möglich. Wer sich verbindlich für eine Beratung angemeldet haerhält zwei Gutscheine zum kostenfreien Messeeintritt (inkl. RVF-Ticket zur Messe).

Bereits zum dritten Mal auf der Messe vertreten ist der Gemeinschaftsstand der „Energiehauspartner Emmendingen“. Dort lädt die Stadt Emmendingen zum Besuch in der Halle 2, Stand 2.3.50 ein, um Hausbesitzer aus Emmendingen und Umgebung kostenlos zu informieren.

Außerdem können Messebesucher dank eines vielfältigen Vortragsprogramms zu verschiedenen Themen einen guten Überblick erhalten: Elektromobilität, Erneuerbare Energien, Gebäudehülle, Heizung, Smart Home, KWK/Brennstoffzelle, Heizungserneuerung in WEGs sowie Photovoltaik finden sich im Programm der GETEC. Wer die Messe nur zum „Schnuppern“ nutzen möchte, kann die lokalen Klimaschutzmanager (s.u.) kontaktieren: bei ihnen gibt es eine begrenzte Zahl von Eintrittsgutscheinen zur GETEC.

Emmendinger Tor vom 15. Januar 2020

Um Anreize zu setzen, weniger klimaschädliche Gase zu erzeugen, hat der Bundestag mit dem Klimapaket einen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne ab 2021 beschlossen. Dieser soll bis 2025 steigen auf 55 Euro und sich danach an Angebot und Nachfrage, also dem Handel mit Verschmutzungsrechten orientieren, wobei eine Obergrenze von 65 Euro pro Tonne gelten soll. Würde laut Weltklimarat der wahre Preis der durch den Menschen verursachten Klimaschäden von 174 Euro pro Tonne zugrunde gelegt, müssten die Preise pro Liter Benzin, Diesel und Heizöl eigentlich noch wesentlich stärker steigen. Wohngebäude haben einen hohen Anteil am CO2-Ausstoß. Damit spielt der Bereich eine wichtige Rolle für den Klimaschutz: Bis 2020 soll der Wärmebedarf von Gebäuden um 20 Prozent verringert werden gegenüber 2008. Und bis 2030 sollen die CO2-Emissionen in Wohnhäusern um 40 Prozent gegenüber 2014 sinken, um so im Idealfall bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand erreicht zu können.

Für Betreiber von Ölheizungen bedeutet dies, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Heizen mit Öl (wie auch mit Erdgas) in den nächsten sechs Jahren Schritt für Schritt verteuern wird. Dagegen werden CO2-arme und sparsame Heizungssysteme im Vergleich deutlich attraktiver. Ab 2026 gilt zudem ein Einbauverbot für Ölheizungen.

Im Gegenzug können die Bürger eine „Austauschprämie“ von bis zu 45 Prozent der Heizungsbauer-Rechnung erhalten, wenn sie die Ölheizung stilllegen und mit umweltfreundlichen Wärmeerzeugern ersetzen. Auch wenn das beste de Heizungssystem keine Ölheizung ist, kann es Förderungen von bis zu 35% bei der Modernisierung geben. Außerdem können Hausbesitzer, die ihr selbst bewohntes Eigentum energetisch sanieren, die Kosten von Einzelmaßnahmen in der Steuererklärung geltend machen. Bis zu 20 % der förderfähigen Aufwendungen, höchstens jedoch 40.000 Euro je begünstigtes Objekt, können – verteilt über drei Jahre – berücksichtigt werden. Das gilt bereits ab diesem Steuerjahr. Damit entsteht eine Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen der Förderbank KfW. Finanziell dürfte für den Hausbesitzer häufig der Zuschuss interessanter sein.

Wohngebäude haben einen hohen Anteil am CO2-Ausstoß. Damit spielt der Bereich eine wichtige Rolle für den Klimaschutz: Der Wärmebedarf von Gebäuden muss drastisch verringert werden und die CO2-Emissionen in Wohnhäusern zügig sinken, um einen klimaneutralen Gebäudebestand erreicht zu können.

Emmendinger Tor vom 6. November 2019

Dächer bilden den oberen Abschluss eines Hauses und schützen uns vor Witterungseinflüssen.

Ein gut gedämmtes Dach sorgt dafür, dass in der heißen Sommerzeit die Temperaturen im Gebäudeinneren erträglich bleiben und die Heizkosten im Winter nicht explodieren. Doch das Dach kann noch viel mehr. Mit Solarzellen wird das Dach zum Stromerzeuger und mit Solarkollektoren zum Wärmeerzeuger für den eigenen Haushalt.

So kostet eine Kilowattstunde selbst erzeugter Sonnenstrom rund 10 Ct und ist im Vergleich zum durchschnittlichen Haushalts-Strompreis der Energieversorger damit um gut 15 Ct günstiger. Bei einem 2-Personen-Haushalt ist eine Photovoltaikanlage mit ca. 4 kWp passend, eine Dachfläche von ca. 30 m² dafür ausreichend und ein Budget von rund 7.000 Euro erforderlich.

Wird die Anlage um eine Batterie zur Zwischenspeicherung ergänzt, verdoppelt sich die Eigennutzung, je nach Speichergröße auf 50 Prozent oder mehr. Experten raten dazu, die verfügbare Dachfläche möglichst ganz zu nutzen, um von Kostenvorteilen größerer PV-Anlagen zu profitieren und mit der Einspeisevergütung eine sichere Einnahmequelle zu erschließen. Und über sogenannte Mieter-Strom-Modelle können auch Mieter oder Besitzer von Eigentumswohnungen in den Genuss von eigenem Sonnenstrom kommen.

Die Installation einer Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung für einen 4-Personen-Haushalt erfordert 4 bis 6 m² Dachfläche und einschließlich 300 Liter Speicher sowie Montage ein Budget von ca. 5.000 Euro. Damit wird der Warmwasserbedarf im Sommer zu 100% gedeckt, die Heizungsanlage bleibt außer Betrieb. So sinken die Brennstoffkosten und der Kessel wird geschont. Kollektoranlagen können auch für eine ganzjährige Heizungsunterstützung ausgelegt werden, sind dann jedoch individuell zu planen. Gefördert werden Installationen entweder über das BAFA oder die KfW.

Die Stadt Emmendingen ermöglicht im Rahmen der Energiehaus-Kampagne einen kostenlosen Solar-Check, bei dem passend zum Gebäude die Nutzung von Solarenergie geprüft wird. Auch der Landkreis Emmendingen bietet eine kostenfreie Solarberatung an.

Typischerweise stehen bei Einfamilienhäusern rund 100 m² Dachfläche zur Verfügung - die ideale Voraussetzung sich unabhängiger von den fossilen Brennstoffen zu machen und den Anteil erneuerbarer Energie im Haushalt zu steigern.

Emmendinger Tor vom 20. März 2019

Die möglicherweise größte Innovation im Heizungskeller der letzten Jahre dürfte die Brennstoffzellen-Heizung sein. Diese stellt das technologische Pendant zum mittlerweile bereits in Serie produzierten Wasserstoffauto dar.

Was verbirgt sich dahinter?

Irrwitziger Weise ist die Brennstoffzelle eine Technologie ohne Flamme. Vielmehr wird darin durch eine elektrochemische Reaktion Strom erzeugt, die dabei entstehende Wärme dient zur Beheizung von Ein- und Zweifamilienhäusern. Der von der Brennstoffzelle dafür benötigte Wasserstoff wird nicht von außen zugeführt, sondern im Gerät aus Methan aus dem Erdgasanschluss direkt erzeugt.

Der große Vorteil der Brennstoffzellen-Heizung: Der erzeugte elektrische Strom kann im Haushalt genutzt oder ins Netz eingespeist und vergütet werden. Ganz nebenbei übernimmt sie auch die Warmwasserbereitung. Im elektrischen Wirkungsgrad ist sie damit allen anderen stromerzeugenden Heizungen (BHKWs) überlegen. Hinzu kommt, dass Brennstoffzellen keine Mechanik besitzen. Deshalb verursachen sie keine Geräusche oder Vibrationen und sind wartungsarm. Die Hersteller geben zehn Jahre Garantie, mit dem Kauf wird gleichzeitig ein zehnjähriger Wartungsvertrag abgeschlossen.

Der derzeit größte Nachteil: die Investitionskosten für diese umwelfreundliche Technologie sind höher als bei vielen anderen Heizungstechniken. Abgemildert wird dies durch Zuschüsse der KfW, die bis zu 40% der Kosten übernimmt. Hinzu kommen alljährlich die Stromkostenersparnis bzw. die Einnahmen aus der Stromeinspeisung.

Brennstoffzellenheizungen werden, z.B. um Verbrauchsspitzen abzufedern, mit Gasbrennern kombiniert. Häufig sind diese bereits in die Geräte integriert. Insgesamt ist das Heizungssystem nicht CO2-frei, aber dennoch effizient und klimaschonend. Bei Objekten mit mehr als zwei Wohnungen sind klassische Blockheizkraftwerke (BHKW) in der Regel wirtschaftlicher.

Steht ein Heizungsaustausch an, sollten sich Hauseigentümer von Energieberatern oder ihrem Heizungsbauer beraten lassen: das „Wasserstoffauto im Keller“ könnte für Ihr Objekt geeignet sein.

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