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Die aufgeführten Glossareinträge stellen eine Auswahl aus dem Handbuch Gebäudeenergieberatung (Hrsg. Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V., 2014) dar.

Außenwanddämmung (außen)

Ein einwandfreies Diffusionsverhalten ist bei richtiger Bemessung der Dämmschicht gegeben. Tauwasserschutz: Die Wandoberflächentemperatur innen erhöht sich, die Gefahr für Oberflächenkondensat und somit für Schimmelpilzbefall ist extrem gering.

Außenwanddämmung (innen)

Gegenüber einer Außendämmung bauphysikalisch ungünstiger, da das Mauerwerk den gesamten klimatischen Temperaturdifferenzen ausgesetzt ist. Der Taupunkt liegt meistens (abhängig von der Dämmstoffdicke) zwischen Dämmung und Mauerwerk. Bei nicht sachgerechter Ausführung kann es zur Durchfeuchtung des Mauerwerks kommen.

Außenwanddämmung: Kern-Dämmung

Die Dämmung zwischen zwei Wänden (Tragwand und Vormauerung) wird als Kerndämmung bezeichnet. Als Dämmmaterial werden im Rahmen der Sanierung in der Regel Schüttstoffe (z.B. Blähtonkügelchen) verwendet.

Behaglichkeit

Unter Behaglichkeit versteht man den Zustand des Wohlbefindens eines Menschen, bedingt durch äußere Einflüsse seiner Umgebung. Behaglichkeit ist subjektiv: Physiologische, psychologische Einflüsse spielen eine Rolle. Behagliche Räume führen in der Regel zu einer optimalen Leistungsbereitschaft der sich darin aufhaltenden Personen. Bei der Gebäudesanierung ergeben sich durch die Dämmung der Gebäudehülle wesentlich höhere Temperaturen an der Innenoberfläche der Außenbauteile. Dadurch kann die Lufttemperatur gesenkt werden. Die Behaglichkeit steigt.

Blockheizkraftwerke, BHKW

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind meist kleinere Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten: Diesel- oder Gasmotoren treiben Generatoren an und erzeugen Strom; gleichzeitig wird die Abwärme der Motoren über Wärmetauscher nutzbar gemacht. Da in einem Prozess Strom und Wärme produziert werden, ist der Wirkungsgrad solcher Anlagen entsprechend hoch.

Dort, wo über das ganze Jahr hinweg ein hoher Wärmebedarf besteht (beispielsweise in Schwimmbädern, Krankenhäusern oder Industriebetrieben), ist der Einsatz von BHKW besonders wirtschaftlich. BHKW haben einen hohen Wirkungsgrad von rund 85 %, weswegen der Schadstoffausstoß je erzeugter Energieeinheit sehr gering ist

Brennwertheizung

Die Brennwertheizung ist eine richtungsweisende Entwicklung in der Heizungstechnik. Während bei größeren Häusern üblicherweise Brennwertkessel installiert werden, genügt bei Ein- und Zweifamilienhäusern der Einbau einer kleineren, an der Wand hängenden Anlage – der so genannten Brennwerttherme. Beide Versionen können zusätzliche nutzbare Wärme abgeben, indem sie den im Abgas befindlichen Wasserdampf kondensieren.

Brennwertgeräte übernehmen wie herkömmliche Heizkessel die zentrale Beheizung von Wohnungen sowie die Warmwasserbereitung. Um die im Abgas vorhandene Kondensationswärme nutzen zu können, ist eine niedrige Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem erforderlich. Je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann aus den Verbrennungsgasen freigesetzt werden.

Durch die nachträgliche Dämmung eines Gebäudes können bestehende Heizflächen auf Grund des gesunkenen Wärmebedarfs mit niedrigeren Vor- und Rücklauftemperaturen gefahren werden. Der Anteil der Brennwertnutzung wird dadurch erhöht.

Brennwertkessel

Brennwertsysteme sind in der Lage unter gewissen Umständen (u.a. niedrige Rücklauftemperatur) einen Teil des im Wasserdampf des Abgases enthaltenen Brennwerts zu nutzen. Voraussetzung ist ein feuchteunempfindlicher Wärmetauscher bzw. Schornstein (Schornsteinsanierung notwendig).

Eine nachträgliche Wärmedämmung, der hydraulische Abgleich und eine effiziente Regelung sorgt auch im Sanierungsfall für niedrige Rücklauftemperaturen und damit eine hohe Brennwertnutzung. Insbesondere größere Brennwertsysteme arbeiten auch mit Luftvorwärmung und sind daher in bestimmten Grenzen von der Rücklauftemperatur unabhängig.

EEG, Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG – auch Energieeinspeisegesetz genannt) wurde 2000 in Deutschland erstmalig beschlossen. Ziel des Gesetzes war es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent, bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. In 2008 betrug der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung bereits 14,8 %.

Für den eingespeisten Strom aus Wasserkraft, Deponie-, Klär- und Grubengas, Biomasse, Geothermie, Windenergie sowie solarer Strahlungsenergie werden Vergütungssätze festgelegt. Finanziert wird das EEG über die Endkunden (Umlage auf den Energiepreis).

Energieausweise (EnEV)

In einem Energieausweis sind die wesentlichen Ergebnisse der nach EnEV erforderlichen Berechnungen, insbesondere die spezifischen Werte des Transmissionswärmeverlusts, der Anlagenaufwandszahl der Anlagen für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung, des Endenergiebedarfs nach einzelnen Energieträgern und des Jahres-Primärenergiebedarfs zusammenzustellen.

Die EnEV unterscheidet nach Bedarfs- und Verbrauchsausweisen. Ein Bedarfsausweis berechnet einen gebäudespezifischen theoretischen Wert unabhängig vom Nutzerverhalten anhand standardisierter Annahmen und Bedingungen. Bei einem Verbrauschsausweis basiert die Berechnung auf dem tatsächlichen (nutzerabhängigen!) über mehrere Jahre gemittelten Energiebedarf.

Energieeinsparverordnung, EnEV

Die erste Energieeinsparverordnung (EnEV) ist am 1. Februar 2002 in Kraft getreten. Als wesentliche Neuerung zu früheren Verordnungen (Wärmeschutz- und Heizanlagenverordnung) setzt die EnEV die Berechnung eines Primärenergiebedarfs fest, welche Dämmung und Heizung – seit der EnEV 2007 auch Kühlung – des Gebäudes gemeinsam bewertet.

In mehrere Novellierungen (EnEV 2004, EnEV 2007 und EnEV 2009) wurden die zulässigen Grenzwerte kontinuierlich verschärft und Nachrüstpflichten für Bestandsgebäude und deren technischen Anlagen ausgeweitet.

erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien – auch regenerative oder alternative Energien genannt ‑ sind Energieträger, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind.

Zu den erneuerbaren Energien zählen Technologien, die nicht auf Kohlenstoff basieren, wie z.B. die Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft, Erdwärme (Geothermie) sowie Gezeitenenergie und Technologien, die auf Biomasse beruhen. Zur Bestimmung, in welchem Maß solche auf Biomasse beruhenden Technologien die Nettoemission von Kohlenstoffen begrenzen können, müssen Lebensdaueranalysen durchgeführt werden.

Der Vorteil der erneuerbaren Energieträger liegt insbesondere in der CO2-Neutralität der Energieträger. Bei der Strom- bzw. Wärmeerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser entsteht bei der Umwandlung kein Kohlendioxid. Nachwachsende Rohstoffe, wie Holz, geben bei der Umwandlung nur so viel CO2 ab, wie während des Wachstums gespeichert wurde.

Heizkessel

Ein Heizkessel ist der aus einem Kessel und Brenner bestehende Wärmeerzeuger, der zur Übertragung der durch die Verbrennung freigesetzten Wärme an den Wärmeträger Wasser dient.

Heizkurve

Die Heizkurve stellt die Veränderung der Vorlauftemperatur im Verhältnis zur Außentemperatur dar. In welchem Verhältnis zur Außentemperatur die Vorlauftemperatur steigen soll (Steilheit), kann an der Regelung eingestellt werden.

Im maximalen Auslegungspunkt (z.B. bei -12° C) muss die Kurve so ausgelegt sein, dass die Vorlauftemperatur zur Temperierung aller Räume ausreicht. Dieser Punkt (und damit auch die Steigung der Kurve) ist im Wesentlichen vom wärmetechnischen Zustand des Gebäudes und von der Auslegung der Heizflächen abhängig.

hydraulischer Abgleich

Um eine gleichmäßige Wärmeversorgung und eine gute Regelung aller Räume zu gewährleisten, muss ein hydraulischer Abgleich vorgenommen werden. Dieser gleicht die unterschiedlichen Druckverluste im System aus und sorgt dafür, dass an den Heizkörpern ähnliche Druckverhältnisse herrschen und bei Nennlast der erforderliche Volumenstrom bzw. die notwendige Temperaturspreizung zwischen Vorlauf- und Rücklauf erreicht wird.

Der Durchfluss des Heizwassers (und damit der Druckabfall) lässt sich entweder am Ventilunterteil des Thermostatventils (Spezialausführung) oder am Fußventil, d.h. am Rücklauf des Heizkörpers beeinflussen.

Kraft-Wärme-Kopplung, KWK

Über 60 % der Primärenergie, die bei der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken eingesetzt wird, geht als Abwärme über Kühltürme verloren. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird diese Wärme zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung genutzt. Dabei ist die Stromausbeute etwas geringer, durch die zusätzliche Wärmenutzung erreichen KWK-Kraftwerke Wirkungsgrade von über 90 %.

Die Kraft-Wärme-Kopplung "rechnet" sich, wenn vor Ort Abnehmer für die Wärme vorhanden sind; z.B. Schwimmbäder, Wohngebiete oder Gewerbebetriebe mit hohem Prozesswärmebedarf.

Die immer wieder angekündigte Einführung der KWK im kleineren Leistungsbereich, z.B. mittels Stirling-Motor oder Brennstoffzelle für Einfamilienhäuser, wird wohl noch ein bis zwei Jahrzehnte dauern.

Luftfeuchte

Die relative Luftfeuchte gibt den Sättigungsgrad der Luft bei einer bestimmten Temperatur an. Erreicht diese 100 %, ist Wasserdampfsättigung (der sogenannte Taupunkt) erreicht und Wasser kann auskondensieren.

Beispiel: Das Normraumklima bei 20° C und 50 % relativer Luftfeuchte enthält 8,65 g Wasserdampf pro m³ Luft (Luftfeuchte absolut).

Mineralwolle-Dämmplatten

Mineralwolle ist ein Mineralfaser-Dämmstoff nach DIN 18165 und besteht aus Steinfasern, die durch Phenolharz zu einer Platte verbunden werden.

Niedrigenergiehaus, NEH

Niedrigenergie bezeichnet einen Gebäude-Dämmstandard, der jedoch nicht genau definiert ist. In der derzeitigen Baupraxis sind meist Häuser gemeint, die sehr gut gedämmt sind und einen spezifischen Jahres-Heizwärmebedarf bei Mehrfamilienhäusern von 50 kWh/(m²·a) und bis 70 kWh/(m²·a) bei Einfamilienhäusern aufweisen.

solare Gewinne

Solare Gewinne werden die Wärmegewinne bezeichnet, die durch Sonneneinstrahlung auf ein Gebäude entstehen. Die Gewinne tragen bei bestehenden Wohngebäuden mit etwa 10 % zur Deckung der Wärmeverluste bei. Mit besserem Wärmeschutz erhöht sich der Anteil der solaren Gewinne.

spezifisch Wärmeleitfähigkeit λ, (klein Lambda)

Der Wärmetransport in festen Körpern erfolgt vor allem durch Wärmeleitung. Die Menge der Wärmeleitung ist abhängig vom Material, also vom Baustoff bzw. dessen Zusammensetzung. Allen Baumaterialien sind daher "spezifische Wärmeleitfähigkeitswerte", sogenannte λ-Werte (sprich: lambda), zugeordnet.

Der Lambda-Wert gibt an, welcher Wärmestrom [W] durch das Material von einem Quadratmeter Fläche und einem Meter Dicke bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin [K] hindurch geht.

Steinwolle-Dämmplatten

Steinwolle ist ein anorganischer Mineralfaserdämmstoff nach DIN 18165. Sie wird aus Basalt und Diabasgestein hergestellt.

Stoßlüften

Alle Fenster, "Klappen" und eventuell auch die Türen werden gleichzeitig geöffnet, um in möglichst kurzer Zeit die gesamte Raumluft auszutauschen. Dies führt dazu, dass die in Wänden und Gegenständen gespeicherte Wärme erhalten bleibt und kurz nach dem Schließen der Fenster die vorherige Temperatur wieder erreicht ist. Es sollte mehrmals täglich 2 (kalter Winter) bis 15 Minuten (windschwache Übergangszeit) stoßgelüftet werden.

Tauwasserbildung

Tauwasser fällt an, wenn die Temperatur an einer entsprechenden Stelle des Bauwerks unter den Taupunkt der umgebenden Luft sinkt. In normalen Wohn-, Geschäfts- und Aufenthaltsräumen darf dies nicht auftreten. Man spricht von Oberflächentauwasser, wenn Tauwasser auf den Bauteil- oder Baustoffoberflächen auftritt, wie z.B. in Bädern oder Duschen sowie an den Fensterscheiben im Schlafzimmer. Bei länger anhaltender Feuchtigkeit kann es zur Schimmelbildung kommen.

transparente Wärmedämmung

Unter transparenter Wärmedämmung werden Systeme verstanden, die für Sonnenlicht durchlässig sind. Sie wandeln durchgehende Lichtenergie dabei in Wärmeenergie um und wirken gleichzeitig gut Wärme isolierend.

Vorlauftemperatur

Die Temperatur des Heizwassers in der "Hinleitung" einer Heizungsanlage. Entsprechend gibt es eine Rücklauftemperatur in der "Rückleitung" der Anlage. Die Vorlauftemperatur einer Heizanlage wird in Abhängigkeit von der Außentemperatur verändert (siehe auch Heizkurve). Die Differenz zwischen Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur (ΔT) ist ein Indikator für den Grad der Auskühlung und damit der Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Heizwärme.

Wärmebrücken

Wärmebrücken sind einzelne, örtlich begrenzte Stellen in Wänden und Decken mit zu geringer Dämmung, die dadurch einen höheren Wärmeverlust haben als benachbarte Stellen. Wärmebrücken sind nach DIN 4108 bei Außen-, Wohnungstrenn- und Treppenhauswänden unzulässig. Diese Forderung bedeutet, dass dort befindliche Stahlbetonteile wie Fensterstürze, Stützen und Ähnliches eine ausreichende zusätzliche Wärmedämmung erhalten müssen.

Wärmedämm-Verbundsysteme, WDVS

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist eine spezielle Ausführung der Wärmedämmung an der Außenseite von Gebäuden. Die eigentliche Wärmedämmung (meist Mineralwolle oder expandierter Polystyrol-Hartschaum) wird auf der alten Wand befestigt. Mindestens eine Armierungs- und Putzschicht wird aufgetragen und gestrichen. Jedes WDVS muss in Deutschland eine bauaufsichtliche Zulassung haben.

Wärmedurchgangskoeffizient, U-Wert (früher k-Wert)

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist die Wärmemenge, die durch ein gesamtes Bauteil von einem Quadratmeter Fläche bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin hindurch geht. Er stellt die Summe der Wärmedurchlasskoeffizienten aller Bauteile und der inneren und äußeren Wärmeübergangskoeffizienten dar.

Beispiele:

  • ungedämmte Wand: U = 1,5 W/(m²·K)
  • gedämmte Wand: U =  0,3 W/(m²·K).

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